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In einer Woche soll es also losgehen in die Stadt, die niemals schläft. Bei mehr als 8 Millionen Einwohnern und zig Millionen Touristen gibt es mit Sicherheit genügend Leute, die ihre Eindrücke von dieser Metropole schildern können und wollen. Warum also noch ein Bericht über den „Big Apple“? Ganz einfach: Mir geht es nicht darum, meine Ausführungen einem Verlag anzubieten und das große Geld damit zu machen, wenngleich ich mich natürlich nicht wehren würde, wenn es so wäre. Vielmehr möchte ich in einigen Jahren meine Schilderungen von dieser Reise nochmals lesen und meine Gedanken wieder hervorrufen können. Mit den gemachten Fotos kann man vieles festhalten, aber die subjektiven Empfindungen und Eindrücke verblassen dann doch mit der Zeit und genau das möchte ich verhindern bzw. minimieren. Ob mir das gelingen wird, weiß ich nicht. Ich hoffe es zumindest.

Darüber hinaus gibt es vielleicht den ein oder anderen Interessierten, der die Stadt noch nicht besucht hat und wissen möchte, wie es mir dort gefallen hat. Oder jemand möchte wissen, ob sich meine Eindrücke mit den seinen teilen. Oder ein Tourist will anhand meiner Erlebnisse die eigenen Revue passieren lassen. Die Möglichkeiten sind also mannigfaltig. Und ich bin sicher, es wird von jedem geschilderten Fall zumindest einen geben…

Ich stelle mir vor, daß ich diese Ausführungen dann mit von mir gemachten Fotos garniere, so daß es sich wirklich um mein Werk handelt. Ich möchte nach Möglichkeit auf kein fremdes Bild oder keine fremde Grafik zurückgreifen und bin mal gespannt, ob mir das gelingen wird.

So langsam aber sicher laufen die Reisevorbereitungen an. Auf meinem iPhone befinden sich bereits einige Apps, mit denen ich mich in New York „durchschlagen“ möchte. Ich habe mir einen Wi-Fi-Finder heruntergeladen, mit dem ich auf den Straßen öffentliche und freie Wi-Fi finden möchte, damit ich eben nicht ins Internet und das teure Roaming benutzen muß. Um stets zu wissen, welche Subway-Linie ich benutzen sollte, habe ich mir den Plan der New Yorker Subway auf mein Mobiltelefon gepackt. Zudem gibt es noch zwei Reiseführer der Stadt New York, bei denen ich die von mir gewünschten Sehenswürdigkeiten in einer eigenen Liste eintragen kann, so daß mir auf dem mitgelieferten Stadtplan auch nur die angezeigt werden. Zusätzlich gehört noch ein Programm namens „iQuota“ zur Ausstattung. Damit möchte ich meine Ausgaben während der Reise notieren, um vor allem nicht den überblick über die Kreditkartenkäufe zu verlieren. Zudem möchte ich nachher mal wissen, wie teuer mich die ganze Reise kam.

Zu Hause wurden schon Dinge bereitgelegt, die ich auf gar keinen Fall vergessen darf (z. B. Ladekabel für’s Handy, iPhone, Digitalkamera und Netbook). Mein Plan ist derzeitig, daß ich lediglich mit einem kleinen Rucksack starte, in dem sich dann die Ladekabel, mein Netbook, meine Kamera, mein Reiseführer, mein Stadtplan, Schmerztabletten (Man weiß ja nie!) und eine Zahnbürste (Zahnpasta darf man nicht im Handgepäck mitführen) befinden. Alle von mir benötigten Dinge (wie eben Zahnpasta oder Wechselkleidung) möchte ich vor Ort kaufen.

Ich habe im Internet bezüglich des von mir gebuchten Hotels „La Quinta Inn Queens“ recherchiert und bin eigentlich auf durchweg gute Kritiken gestoßen, was mich zumindest in dieser Hinsicht zuversichtlich stimmt. Dank Google Street View bin ich sogar schon vom Hotel zur Bahnstation gegangen und habe dabei nicht nur ein McDonald’s-Restaurant direkt neben dem Hotel entdeckt, sondern auch das Restaurant „Pete’s Grill“, welches in vielen Hotelbewertungen Erwähnung findet. Die von den Hotelbesuchern hochgeladenen Fotos ermöglichen es einem, sich einen wirklich guten überblick zu verschaffen. Was hat man eigentlich in den Zeiten gemacht, in denen es noch kein Internet gab und man sich komplett auf gedruckte Reiseführer verlassen mußte bzw. durfte? Doch ganz ohne Druckerzeugnisse gehen die Vorbereitungen dann wohl doch nicht, denn zu den zwei Reiseführern, die ich mir gekauft habe, habe ich noch die Seiten zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus Wikipedia ausgedruckt, damit ich während des Fluges etwas zu lesen habe und mich so noch einmal einstimmen kann.

Das wirft natürlich die Frage auf, was „wichtigste Sehenswürdigkeiten“ sind. Dies dürfte natürlich rein subjektiv sein. Mir persönlich liegen dabei Museen weniger am Herzen als Zeitgeschichte, so daß ich keinen einzigen Museumsbesuch eingeplant habe. Wenn die Zeit es zuläßt, dann würde ich das Guggenheim-Museum zwar aufsuchen, aber lediglich von außen fotografieren. Da das Museum jedoch nicht im Ballungszentrum meiner anderen Highlights liegt, wird die Zeit zeigen, ob es dazu kommt, daß ich das Foto schießen kann. Meine Highlights liegen – wie sollte es anders sein – in Manhattan und zwar eher südlich als nördlich. Den Bereich des Central Parks kratze ich höchstens zweimal an, wenngleich ich mir schon vorgenommen habe, den Park auch mindestens einmal zu betreten.

Als Sehenswürdigkeiten habe ich mir diverse Lokalitäten in Manhattan ausgesucht und bin guter Dinge, das auch alles in den Tagen zu schaffen. Sicherlich gehört das Empire State Building genauso dazu wie ein Besuch von Liberty Island und Ground Zero. Darüber hinaus möchte ich gerne die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers (Top of the Rock) besichtigen. Da ich jeden Tag mit der Linie 7 am Times Square ankommen werde, liegt es auf der Hand, nicht nur den Times Square, sondern auch die dort ansässigen Läden (Hard Rock Café, Planet Hollywood) näher anzusehen. Und entlang der 42nd Street gibt es genügend Gebäude: Grand Central Terminal, Madame Tussaud’s, UN Headquarter und das Chrysler Building. Unweit davon steht das „Waldorf Astoria“ und einige der teuersten Geschäfte (Tiffany’s, Versace, Cartier). Zur Entspannung ist ein Bummel durch die Stores von NBA und NHL geplant. Mal schauen, was Merchandising im Land des Erfinders bedeutet…

Im Battery Park an Manhattans südlichster Spitze möchte ich mir die Skulptur „The Sphere“ anschauen, die zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers stand und nahezu unversehrt geborgen wurde. Hier fahren ja auch die Fähren nach Liberty Island ab, so daß man geradezu zwangsläufig im Park sein wird. Gleich nebenan steht das „Ritz Carlton“ und der „Charging Bull“, von wo aus es dann nur noch ein Katzensprung zur Wall Street ist. Hier möchte ich mir dann gerne die Trinity Church ansehen. Als nächstes steht dann ein Gang zum „New York City Police Museum“ auf der Tagesordnung, von wo aus ich ein Foto der Brooklyn Bridge machen möchte, wenn das Panorama einigermaßen passabel erscheint.

Wir werden sehen, ob ich wirklich alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe und ob die Stadt so interessant ist, wie ich sie mir jetzt noch vorstelle…