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Am Morgen wurde mir so langsam wirklich klar, daß heute der letzte Tag war. Bis um 11 Uhr mußte ich das Zimmer verlassen und ausgecheckt haben. Auch wenn es mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch hier in New York gewesen sein wird, so schmerzt trotz aller Vorfreude auf die Lieben zu Hause der Abschied dann doch ein wenig.

Als ich aus der Dusche hüpfte und rasiert war, surfte ich noch kurz im Internet, weil ich mich inspirieren lassen wollte, was ich in den letzten Stunden denn noch so alles tun könnte. Mir gingen verschiedene Denkmodelle durch den Kopf. Sollte ich noch einmal nach Downtown fahren, weil es mir dort so gut gefällt? Wobei „gut gefällt“ nicht unbedingt das Attribut ist, auf das Downtown den einzigen Anspruch erhebt. Dann wäre da noch die 5th Avenue, die ich auch immer wieder faszinierend finde. Dazu paßte eigentlich ganz gut, daß ich dort am gestrigen Tage nicht nur ein paar nette T-Shirts, sondern auch Jogginghosen gesehen hatte. Und genau solch eine Hose könnte ich für den Flug sehr gut gebrauchen. Vielleicht böte sich dann nochmals ein Abstecher in den Central Park an, wobei es zu Hause ja Grünflächen und Parks genug gibt. Warum also hier in New York unbedingt in den Park? Okay, ein bißchen anders ist der Central Park ja schon. Ich konnte mich nicht so recht entscheiden und ging zunächst einmal zum allerletzten continental breakfast, das wie immer aus einem Brötchen mit Erdbeermarmelade, einem Bagel mit Philadelphia, einem Donut und zwei Bechern apple juice bestand. Ich blätterte während des Essens in den Straßenkarten und dachte sogar kurzzeitig daran, mich bis zur 90. Straße vorzukämpfen, um das Guggenheim-Museum auf meiner Liste abhaken zu können. Ein Foto würde reichen, so wie es im letzten Jahr beim MoMA auch gereicht hat, was ich auch am letzten Tag noch aufgesucht hatte. Okay, Guggenheim-Museum ist gekauft. Also mit der 7 bis Grand Central und dann mit der grünen 4, 5 oder 6 bis zur 86th Street. Von dort aus waren es drei Blocks bis zur 5th Avenue und dann zwei weitere in Richtung Norden zum „Schneckenhaus“.

Man hat ja immer so seine Vorstellungen, wie es irgendwo aussieht, wenn man noch nie dort war. Auch ich habe mir das Areal rund um die 86. Straße in meiner Phantasie vorgestellt. Ich dachte, daß die Straßen in Richtung Norden immer leerer werden würden. Und als ich die Subway an der 86th Street verließ, war ich auf das Schlimmste gefaßt. War ich dort der einzige Weiße? Oder gar der einzige Mensch, der die Straße bevölkert? Würden mich zwielichtige Gestalten, die in Hauseingängen rumlungern oder um eine brennende Mülltonne versammelt sind, argwöhnisch ansehen? Gut, ganz so schlimm stellte ich mir das nicht vor, aber ich rechnete damit, daß die Straßen zumindest eben nicht mehr so stark frequentiert sein würden, doch in alledem hatte ich mich getäuscht. Es herrschte dort ein eben so starkes Treiben wie dreißig Blocks weiter südlich. Niemand nahm auch nur ansatzweise von mir Notiz, so daß ich völlig unbehelligt wie all die Tage zuvor in Richtung Central Park bzw. 5th Avenue marschieren konnte. Dort angekommen, fotografierte ich schnell die „Neue Galerie“, die sich mit deutscher und österreichischer Geschichte des 20. Jahrhunderts bzw. dessen Anfänge beschäftigt und sich nicht die Mühe gemacht hat, einen amerikanischen Namen zu suchen. Und schon konnte ich rechts abbiegen und nach zwei Blocks sah ich das weiße auf dem Kopf stehende Schneckenhaus. Sieht ja schon – sagen wir – irgendwie anders aus. Nicht schön, nicht häßlich, nur anders. Und es paßt so gar nicht in die ansonsten eckigen Bauten. Nach der obligatorischen Fotosession wollte ich unbedingt das Jaqueline Kennedy Onassis Reservoir im Central Park begutachten, um mir dessen tatsächliche Größe vor Augen zu führen, doch leider war der Central Park von der 5th Avenue durch eine ca. drei Meter hohe Mauer abgegrenzt, so daß man noch nicht einmal über die Mauer gucken konnte. Doch einen Block weiter sah ich etwas, das nach Einfahrt oder Eingang aussah und ging bis zur 90. Straße. Nördlicher würde ich diesen Aufenthalt nicht mehr kommen.

Ich ging durch die breite Einfahrt und mußte im Anschluß noch zwei Treppen nach oben steigen und da lag der See vor mir. So groß hatte ich mir das dann doch nicht vorgestellt. Wenn man sich diesen See anschaut und den Central Park auf einer Karte vor sich hat, dann hat man ungefähr eine Ahnung, wie groß dieser Park wirklich ist. Ich ging auf der den See umgebenden Laufbahn in Richtung Süden. Die Laufbahn ist allerdings ein asphaltierter Weg, der allerdings extra für die vielen Jogger angelegt wurde und auch in den Karten des Central Park so ausgewiesen und eingezeichnet ist. Als ich am Südende des Reservoirs angekommen war, hatte mich der Weg auch ein wenig von der 5th Avenue weggeführt, so daß ich erst einmal weiter marschierte. Eigentlich wollte ich ja wieder zurück zur Subway an der 86., aber momentan war daran nicht zu denken. Hatte ich eigentlich bereits erwähnt, wie kalt es an diesem See war? Unfucking faßbar, lieber Rea Garvey. Und wo waren meine Handschuhe? Natürlich! In der Tasche, die ich dankenswerter Weise nach dem Auschecken im Hotel deponieren konnte. Da stand sie nun und hatte nicht nur die schwere Last meines Handgepäcks zu tragen, sondern begrub in ihrem Inneren auch das, was ich jetzt am nötigsten gebraucht hätte. Bevor mir die Finger gänzlich abfroren, steckte ich die Kamera weg und die Finger in die Taschen. Die lange Unterwäsche lag übrigens schön warm unter den Handschuhen. Und das bei -4 Grad Außentemperatur!

Ich ging ein wenig schneller, in der Hoffnung, daß mir dadurch warm würde, wurde aber immer wieder durch die Schönheit dieses Grüngeländes aus meinem Marsch gerissen, so daß ich verlangsamen und die Kamera aus der Tasche holen mußte. Und ehe ich mich versah, war ich schon wieder fünf Minuten mit Kamera in der Hand gegangen. Kaum hatte ich die wieder in der Tasche verstaut, entdeckte ich ein neues tolles Motiv. Ich tröstete mich damit, daß die Handschuhe dabei eh nur gestört hätten. Ich ging um das Metropolitan Museum of Art und kam der Straße immer noch nicht näher, aber auch das war mir mittlerweile egal. Ich hatte noch genug Zeit, war in der schönsten Stadt der Welt, an deren ruhigsten Ort. Und so ging ich und ging und ging…

An die Subway hatte ich schon gar nicht mehr gedacht. Hin und wieder blieb ich an einem im Park aufgestellten Wegweiser stehen und sah, wo ich mich befand. Und auf einmal schien The Plaza zum Greifen nahe, denn ich befand mich vor dem Eingang des Central Park Zoos. Ich war doch tatsächlich an der 5th Avenue angekommen! Zwar anders, als ich mir das vorgestellt hatte, aber genau hierhin wollte. Diejenigen, die sich in New York ein wenig auskennen, wissen, daß Central Park South, also die Straße, die am südlichen Rand des Central Park entlangführt, in die 59th Street übergeht. Ich war also gerade mal eben 31 Blocks gegangen!

Dieser Umstand alleine freute mich schon, aber die Tatsache, daß ich mich ein letztes Mal auf der Flaniermeile bewegte, steigerte meine Freude in Begeisterung. Ich guckte mir noch einmal alle Hochhäuser an, blickte nach links, blickte nach rechts und schaute den Menschen hinterher, die in ihrer typisch hektischen Art förmlich über die Avenue rannten. Ich wäre fast an Abercrombie & Fitch vorbeigelaufen, erinnerte mich aber noch früh genug, daß ich dort noch nach etwas Ausschau halten wollte. Wie immer hielt man mir die Tür auf (Was jetzt nicht unbedingt an mir lag, denn das machen die Jungs ja mit jedem Kunden.) und ein freundliches „Hello! How are you?“ schallte mir entgegen. Einer Runde im Erdgeschoß folgte eine im Basement, eine auf dem 2nd floor und eine auf dem 3rd floor. Jogginghosen hatte ich entdeckt, für gut befunden und konnte mich nur nicht zwischen dem reichhaltigen Angebot entscheiden. Nach einer Weile reifte eine Entscheidung heran und auf ging es zur Kasse. T-Shirts und Parfum wurden übrigens nicht gekauft. $70 ärmer, aber gut ausgerüstet für den Rückflug verließ ich Abercrombie & Fitch und der Menschenstrom riß mich sofort mit in Richtung Süden. Und wieder das altbekannte Spiel: Hier ein Blick, da ein Foto, da immer noch ein großes Staunen – wenn auch nur noch in meinem Inneren – und schon war ich wieder mal am Rockefeller Center angekommen. Das liegt rund um die 50. Straße. Ich hatte also 40 Blocks hinter mir. Ich bog rechts ab und ging vorbei am GE Building, wo ich von der Straße noch einen Blick in das Fenster im ersten Obergeschoß war, wo sich der Warteraum von Top of the Rock befindet. Nach drei Blocks kam ich hinter dem Duffy Square an und war somit den Weg vom ersten Tag gerade in umgekehrte Richtung gegangen. Heute ging ich in den m&m-Shop, in dem es gräßlich stank (so wie im Schokoladenmuseum), so daß ich nach kurzer Verwunderung, was es alles zu kaufen gibt, sofort wieder nach draußen stürzte.

Ich war auf der Suche nach „Century 21“, das es in Höhe des Ticketschalters geben sollte. Unterwegs wurde ich alle paar Meter von Männern oder Frauen angesprochen, ob ich Karten für Stand-Up-Comedy haben wollte oder für eine Late Night Show oder oder oder. Ich lehnte alles ab und teilte einem der Werber so im Gehen mit, daß heute mein Flieger nach Hause gehe, woraufhin er mich fragte, woher ich denn käme. Als ich geantwortet hatte, lächelte er und sagte „Tschüß“. Witzig!

Ich fand trotz intensivster Suche den Laden aber nicht, was ich darauf zurückführte, daß es den Laden wohl auch nicht mehr gibt oder im Internet mal wieder nur Mist gestanden hatte. Weiter ging es zum Times Square, wo ich den Verkaufsraum von Bubba Gump Shrimps betrat, um mir die dortigen Klamotten anzuschauen, die feilgeboten wurden. Aber auch die Qualität überzeugte mich nicht. Warum waren mittlerweile eigentlich alle T-Shirts so dünn? Wird denn überall gespart? Warum sind die T-Shirts denn dann nicht preiswerter? Na ja, Gedanken wurde beiseite gewischt und schon stand ich wieder in der Kälte. Ich fotografierte eine Ansammlung von ca. 15 New Yorker Polizisten, die mich aber nicht sonderlich beunruhigte. Würde man so etwas in Deutschland sehen, rechnete man wohl augenblicklich damit, daß irgendwo eine angeschossene Geisel herausgelaufen kommt oder dergleichen. Hier fand ich das jedoch nicht besorgniserregend.

Übrigens liegt der Times Square, den ich mittlerweile erreicht hatte, an der 42nd Street und losgelaufen war ich an der 90th Street. Puh! Und genau jetzt machten sich meine Füße bemerkbar. Fast an der gleichen Stelle, wo sie es einen Tag zuvor auch taten. Die Kälte konnte mich mal. Hände in den Taschen vergraben war seit der 56th Street nicht mehr möglich, weil ich eine Tasche von Abercrombie & Fitch in der Hand hielt. Hatten die eigentlich auch Handschuhe?

Ich stiefelte die Treppen zur Subway nach unten, obwohl ich den Bank of America Tower in absoluter Reichweite wähnte und von dort aus war es nicht mehr weit zu Grand Central, denn dort wollte ich jetzt hin. Doch wie in Trance latschten meine Füße die Treppen hinunter. Mein Verstand wollte sie gerade noch aufhalten. „Ihr wißt doch mittlerweile, wie verzweigt das Subway-Tunnelsystem gerade hier am Times Square ist und an Grand Central ist es auch nicht anders. Warum also erst zwei Etagen nach unten und nachher wieder nach oben, wenn man bis dahin schon fast da wäre?“ Doch die Füße hörten nicht, sie gingen einfach weiter, bis sie am Bahnsteig der Linie 7 angekommen waren. Mein Verstand hatte natürlich recht. Ich war unterirdisch wieder so weit gegangen, daß ich wohl wirklich zumindest schon am Bank of America Tower wäre. Der Kardinalsfehler passierte mir aber dann, als ich zwei Stationen später ausgestiegen bin. Da gehe ich doch auf dem Bahnsteig glatt in die falsche Richtung und klettere die Treppen hinter dem Chrysler Building nach oben. Ich Idiot! Ich wußte nicht, ob ich mich über mich selber ärgern oder lachen sollte. Also ließ ich beides. Zu sehr schmerzten mittlerweile meine Füße, als daß es sich gelohnt hätte, die letzten Minuten an New Yorker Luft damit zu verbringen.

Ich ging also die falsch gelaufenen Meter wieder zurück und konnte so wenigstens noch ein allerletztes Mal über den Boden von Manhattan stolzieren, bevor ich dann in Grand Central Station verschwand – übrigens zufälligerweise genauso, wie ich es vor einem Jahr auch tat. Da begann auch alles in Grand Central und endete auch dort wieder. Doch was damals durchaus geplant war, war dieses Mal mehr dem Zufall oder meiner Dummheit geschuldet. Ich hatte vor, mir noch ein paar Minuten der Zeit zu vertreiben, indem ich beim Squash-Turnier zuschauen wollte, doch dort spielten sich nur einige der Profis ein und so wanderte ich noch ein wenig in dem riesengroßen Bahnhof umher. Im Internet hatte ich gelesen, daß es hier auch deutsche Zeitungen geben soll. Leider fand ich nur den Spiegel und einige Modezeitungen, so daß ich unverrichteter Dinge wieder abzog. Ich ging ins Kellergeschoß, wo sich die Freßbuden aneinanderreihen und besuchte die Whispering Gallery vor der Oyster Bar. Leider gab es niemanden, mit dem ich ausprobieren konnte, ob das wirklich klappt, was man der Whispering Gallery nachsagt. Aber es steht in so vielen Reiseführern, daß es wohl stimmen wird. Aber irgendwann kommt der Tag…

Ich nahm noch einige Videos auf, damit diejenigen, die es mit Udo Jürgens sagen können, nämlich noch niemals in New York waren, sich ein Bild davon würden machen können. Als ich das ausreichend getan hatte, entschied ich, daß es an der Zeit war, Abschied zu nehmen. Kurz und schmerzlos drehte ich mich um und ging in Richtung Subway. Die Linie 7 brachte mich bis zum Hotel bzw. kurz davor, denn ich stieg eine Haltestelle früher aus, weil ich den gleichen Weg nicht zweimal gehen wollte. Im Hotel nahm ich mir mein Gepäck, setzte mich in die Lobby und surfte noch ein wenig im Internet. Ob ich nun hier saß oder am Flughafen, war eigentlich egal, aber hier gab es eine freie Steckdose und hier gab es Internet, was dann doch deutlich für das Hotel sprach. Um 16.30 Uhr war es soweit: Ich packte alles zusammen, verabschiedete mich und ging drei Blocks in Richtung Osten. Das hatte ich ja prima gemacht! 16.30 Uhr! Mitten in der Rush Hour! Dementsprechend voll waren die Züge und ich hatte meine große Sporttasche dabei. Aber es nützte nix, da mußte ich jetzt durch. Nach einer Stunde war ich am John F. Kennedy International Airport angekommen und konnte bereits einchecken. Vor mir standen nur zwei Frauen, so daß es flott zu gehen schien. Als die Damen gefragt wurden, zu wieviel Personen sie einchecken wollten und mit „Two“ antworteten, wandte sich die Dame, die die Frage gestellt hatte an mich. Ich sagte, daß ich alleine wäre und durfte mitkommen, wurde also den beiden Damen vorgezogen. Eben noch im Airtrain und jetzt schon am Check-In.

Die Dame am Schalter fragte nach meinem Paß und sprach mich in vollkommen korrekter Aussprache meines Namens an und fragte mich anschließend etwas, wovon ich jetzt nicht mehr sagen kann, was es war – und das auf deutsch! Ich meine, die Dame hatte nicht meine Hautfarbe! Gut, Amerikaner dürfen ja auch unsere Sprache lernen, aber es ist schon ungewöhnlich, wenn man in Amerika von einer Amerikanerin in seiner Muttersprache angesprochen wird. Im Anschluß ging ich ca. 50 Meter, bis ich zur Gepäckabgabe gelangte, die rechts vom Check-In lag. Dort muß man sein Gepäck abgeben und kann gehen. Man hat schon ein komisches Gefühl dabei, denn sonst sieht man ja, wie das Gepäck auf der Gepäckrutsche am Check-In verschwindet. Aber das hatte letztes Jahr geklappt, also wird’s dieses Jahr auch klappen. Außerdem machen die Menschen am Flughafen das ja öfter und werden wissen, was sie machen. Ich fuhr mit der Rolltreppe nach unten und bummelte an den Geschäften entlang. Ich entschied mich dazu, weil der Magen mittlerweile doch arg knurrte, mir ein Sandwich zu kaufen. Meine Wahl fiel auf ein BBQ-Chicken-Sandwich für $7,99. Aber dafür schmeckte das Ding wirklich sehr lecker. Mein letztes Mountain Dew hatte ich bereits vorher geleert.

Um 19 Uhr sollte man am Gate sein, so daß ich um 18.40 Uhr in Richtung Sicherheitskontrolle ging. Warum muß man in den U.S.A. eigentlich die Schuhe ausziehen und in Deutschland nicht? Diese Frage wird wohl erst einmal unbeantwortet bleiben. Dort klappte – wie sollte es auch anders sein – alles reibungslos und ich war im Sicherheitsbereich.

meine Wegstrecke

Rückflug

Dieses Mal klappte das Boarding pünktlich. Vorher kaufte ich mir noch einen Kaffee und vertrieb mir die Zeit bis zum Boarding damit, eine App im iPhone durchzulesen, die zwei New York-Fans geschrieben haben. Sie erzählen darin von ihrem allerersten Trip in den Big Apple. Sehr kurzweilig und unterhaltsam!

Nachdem wir den Flieger betreten durften, mußten wir von der Tür bis ganz nach hinten im Upper Deck. Und dieser Weg führt vorbei an den Suites und durch die Business Class. Also eins steht jetzt schon mal fest: Sollte ich irgendwann einmal genügend Geld haben, dann fliege ich auch in einer Suite. Die Passagiere der Business Class saßen sektschlürfend in ihren Sitzen und guckten teilweise etwas verstört, daß er gemeine Pöbel durch ihr Revier geführt wird. Ich war geneigt, den ein oder anderen einfach anzuschreien und das nur, weil die fast alle so dämlich geguckt haben. Oder sollte man einfach nur dumm zurückglotzen? Ich hab beides gelassen.

In Reihe 81 angekommen, hoffte ich weiterhin darauf, daß in dieser Viererreihe die beiden mittleren Plätze frei bleiben würden, wie es im Internet noch gestern zu sehen war. Und genauso war es. Nachdem wir in der Luft waren, zog ich die Schuhe aus, ging zur Toilette, um die bequeme Hose anzuziehen und kurze Zeit später gab es schon Abendessen. Ich entschied mich für Rindfleisch mit Kartoffelpüree und Gemüse.

Nach dem Essen nickte ich eine knappe Stunde weg und schaute mir dann den Film „Killer Elite“ mit Robert de Niro, Clive Owen und Jason Statham an. Meine Güte, was war der Film öde und langweilig! Aber es waren wieder zwei Stunden vergangen.