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Als ich am Dienstag aufwachte, hatte ich eigentlich noch gar keinen Plan für den Tag. Beim Frühstück kam ich irgendwie auf die Idee, mir die Treppe von “Sex and the City” anzuschauen (also 66 Perry Street). Warum? Keine Ahnung. War ich noch nicht und das Viertel ist ganz nett. Der Entschluß war schnell gefaßt und das Ziel fast ebenso schnell erreicht. Unterwegs nahm ich noch das Gay Liberation Monument und das Stonewall Inn mit. Das hatte ich zwar schon gesehen, aber auch hier nochmal waren Fotos angesagt.

Fotos? Nochmal? Ganz einfach: Ich Idiot habe bislang entweder mit ner Kompaktkamera fotografiert oder mit meiner DSLR in JPEG. Jetzt werden sich die Fotografie-Interessierten die Hände vor die Stirn klatschen. Warum nicht RAW? Man weiß es nicht. Hab ich bis letztes Jahr immer irgendwie ignoriert. Jetzt habe ich nach meinem letzten Aufenthalt in New York und Washington vor exakt zwei Jahren die RAW-Vorzüge kennengelernt. Also mußte ich etliches, was ich bereits abgelichtet hatte, noch einmal aufsuchen und fotografieren. Deshalb hatte ich mir vorher eine Liste von den Dingen erstellt, die ich unbedingt wieder fotografieren wollte und konnte sie nach Erledigung abhaken. Und unterwegs nahm ich das mit, was sich rechts und links des Weges befand. So zum Beispiel auch das Jefferson Market Courthouse. Und zwischendrin wurden mit der Kompaktkamera noch etliche Fotos für mein New-York-Wiki gemacht.

Nachdem ich mir die sagenumwobene Treppe angesehen hatte (Laaaangweilig! Was ist jetzt daran so interessant? Ist halt ne Treppe.), führte mich mein Fußweg zum Washington Square Park, anschließend zur Kreuzung Broadway / Houston Street, von wo aus ich dann mit der Subway in den Financial District fuhr. Ausgestiegen bin ich an der City Hall, hab das Municipal Building abgelichtet, den Beekman Tower und das Civic Center.

Von da aus ging es dann nach Chinatown, wo ich etliche Straßen abwanderte, auf denen Asiaten umherwuselten. Jeder hatte irgendein Ziel oder einen Auftrag und es war faszinierend, die Geschehnisse zu beobachten. Irgendwann war ich wieder beim Hollister angekommen, dem ich kurz einen Besuch abstattete. Gekauft habe ich nichts, denn in Köln gibt’s ja auch einen Shop. Beim Verlassen des Shops entdeckte ich ein Ladenlokal von Under Armour etwas südlich. Da mußte ich rein. Aber auch hier fand ich nichts, was einen Kauf gerechtfertigt hätte. Die Preise waren ebenso hoch wie bei uns in Deutschland. Schnäppchen waren hier nicht zu machen.

Ich lief über den Broadway bis zum Union Square, ging in den Whole Foods, weil da alle immer von schwärmen. Nach Bestandsaufnahme stellte ich fest, daß es sich um einen Supermarkt handelt. Kein Grund auszurasten. Ich stehe ja auch nicht im Rewe oder Real und schreie rum, weil es dort Obst und Gemüse zu kaufen oder eine Salattheke gibt. Fazit: Kann man reingehen und was kaufen, aber was hier der Kracher sein soll, hat sich mir nicht erschlossen.

Mit der Subway ging es dann über Grand Central wieder nach Queens. Bei Pete’s Grill gab’s noch einen Burger und der Tag war zu Ende.

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