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Am letzten kompletten Tag wollte ich die neue Endhaltestelle des 7 train begutachten: 34th Street-Hudson Yards. Also blieb ich einfach mal bis zum Ende sitzen und stieg nicht schon am Grand Central bzw. am Times Square aus. Okay, vor zwei Jahren war Times Square noch die Endhaltestelle. Also hatte ich in gewisser Weise ja schon mal eine Endhaltestelle gesehen. ;-) Nun also ging es bis fast an den Hudson. Das hatte den Vorteil, daß ich mir das Jacobs K. Javits Center von außen anschauen konnte und auch mal die Megabus-Haltestelle. Es war strahlender Sonnenschein, so daß ich mich kurzerhand dazu entschied, das Ende des High Line Parks zu betreten – also den Teil, der als letztes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Und so ging ich also einen großen Boden und ging und ging und ging. Zwischendurch schaute ich von oben immer auf die Querstraßen herab und versuchte, der High Line etwas Positives oder Interessantes abzugewinnen. Aber irgendwie ist der High Line Park nichts für mich. Der Grundgedanke, eine Industriebrache, denn nichts anderes sind die Schienen ja eigentlich, umzuwandeln in öffentlich nutzbaren Raum, ist lobenswert, aber ich fand den High Line Park bislang immer gähnend langweilig. Und als ich den Anfang an der Gansevoort Street erreicht hatte, also die kompletten 2,3 km gelaufen war, kam ich zu dem Schluß, daß ich wohl nie mehr einen Fuß in den High Line Park setzen würde. Für mich kann man das Ding mit einem Wort beschreiben: Laaaaaaangweilig! Eigentlich gehört hier noch “komplett” davor.

Im Meatpacking District ließ ich das Treiben ein wenig auf mich wirken, schlenderte durch den Gansevoort Market, weil ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Ich hoffte, hier irgendwie etwas zu finden, was mich vielleicht überzeugen würde. Aber das dichte Gedränge ließ mich dann doch relativ schnell von diesem Vorhaben abrücken. Statt dessen ging es weiter zum Chelsea Market, wo aber auch viel zu viel los war. Ich bin einmal komplett durch und wieder zurück, habe mir allerdings nur ein Getränk gegönnt und war schon wieder auf der Straße.

Die weitere Route trieb mich über diverse Avenues und Querstraßen bis zum Madison Square Garden, von wo aus ich anschließend in die Manhattan Mall ging. Es stand ein Besuch bei Aéropostale auf der Agenda. Hier gab es eigentlich immer etwas, was man preisgünstig schießen kann. Und so war es auch heute. Ich verließ den Laden um etliche Dollar ärmer. Von der Manhattan Mall ging es über den Broadway vorbei am Macy*s bis zum Times Square, wo ich mich noch einige Zeit aufhielt. Denn das sollte wohl das letzte Mal bei diesem Aufenthalt sein, wo ich hier sein konnte. Anschließend ging ich über die 42nd Street bis zum Bryant Park und zum Grand Central Terminal, wo ich noch eine kleine Runde drehte, bevor ich dann zur Subway ging und rüber nach Queens fuhr.

Nach dem Abendessen packte ich schon mal grob den Koffer für die Abreise am nächsten Tag und schlummerte relativ schnell ein.

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